Gabe von Arzneien

Arzneien sind oftmals für die schnelle Genesung oder das Wohlbefinden unabdingbar

Die Gabe von Arzneien gehört zu unseren täglichen Aufgaben und wird in vielen verschiedenen Formen vorgenommen. Es ist eine Gabe in Form von Tabletten, konzentrierte Lösungen durch eine Spritze oder voluminösere und länger einwirkende durch Infusionen. Die Abwägung der korrekten Arzneimittel und deren Dosierung nimmt der Arzt vor. Wir als Pflegedienste stellen die korrekte Gabe, Dosierung und Abfolge sicher. Einnahmefehler, das Absetzen durch vergessen oder zu häufige Einnahmen können lebensbedrohliche Folgen haben.

Medikamentengabe

Die Medikamentengabe ist ein großes und wichtiges Thema in der ambulanten Pflege. In dieser so unauffällig erscheinenden Tätigkeit steckt eine große Verantwortung. Immerhin muss sichergestellt werden, dass Patienten ihre – manchmal lebenswichtigen – Medikamente zu bestimmten Zeiten und in der verordneten Form einnehmen. Oft können die Angehörigen der Betroffenen aus Zeitgründen nicht das Verabreichen der Arznei oder das Kontrollieren der Einnahme übernehmen und sind daher dankbar, wenn sich unsere Pflegefachkräfte gewissenhaft darum kümmern.  

Manchmal ist ein Mensch zu dem motorisch nicht dazu in der Lage, die Verpackung zu öffnen, und braucht Hilfe. Das kann auch dann der Fall sein, wenn eine Sehbehinderung vorliegt. 

Ein weiterer wichtiger Punkt ist, dass Wirkstoffe über- beziehungsweise unterdosiert werden können. Beides kann unter Umständen schlimme oder gar verheerende Folgen haben. Daher sind sowohl der verordnende Arzt als auch die Angehörigen des Patienten in vielen Fällen froh, wenn unsere Pflegefachkräfte die Medikamente verabreichen oder deren Einnahme zumindest kontrollieren.

Der regelmäßige Besuch zwecks Medikamentengabe dient außerdem dazu, den Allgemeinzustand des Pflegebedürftigen einzuschätzen und gegebenenfalls zu schauen, ob und wie gut die Arznei wirkt. Die Pflegekraft kann dabei auch etwaige Nebenwirkungen feststellen. Diese Kontrolle ist bei vielen Medikamenten von großer Wichtigkeit, zum Beispiel wenn ein Schmerzmittel genommen wird.

Injektionen

In der Alten- wie auch in der Krankenpflege ist die Gabe von Medikamenten fester Bestandteil des Tagesablaufes. Dies kann sowohl in Form von Tabletten, aber auch durch Injektionen mit einer Spritze und Kanüle geschehen. Hierfür ist es wichtig, die verschiedenen Injektionsarten zu kennen und über die richtige Vorbereitung und Verabreichung der Flüssigkeit informiert zu sein. Nur so kann die Injektionslösung schnellstmöglich wirken.

Unter einer Injektion versteht man im medizinischen Kontext die Verabreichung einer sterilen, flüssigen Substanz in einen Organismus mittels einer Spritze und einer Kanüle. Dabei wird der Magen-Darm-Trakt umgangen, da die Flüssigkeit direkt unter die Haut, in das Gefäßsystem oder in das Gewebe injiziert wird. Dieser Vorgang wird auch parenterale Verabreichung genannt.

Egal welche Injektion der Arzt verordnet: Eine richtige Vorbereitung ist das A und O, um Komplikationen zu vermeiden. Dieses können wir durch unsere erfahrenen und gut geschulten Pflegekräften vermeiden. Hierzu zählt auch, dass alle wichtigen Utensilien bereitliegen, egal ob die Pflegekraft dem Patienten eine Thromboseprophylaxe, Insulin oder Schmerzmittel spritzt. 

Ambulante Infusionstherapie

In manchen Fällen wird eine Infusionstherapie auch nach Beendigung eines Krankenhausaufenthaltes fortgesetzt oder sie wird außerhalb des Krankenhauses begonnen.

Eine ambulante Therapie ist dann sinnvoll, wenn eine wiederholte Infusion zu erwarten ist und die Voraussetzungen für den Übergang in die häusliche Versorgung erfüllt sind. Die Voraussetzungen sind beispielsweise, dass der Patient selbst, Angehörige oder ein ambulanter Pflegedienst in enger Kooperation mit dem niedergelassenen Arzt in der Lage und gewillt sind, die Infusionstherapie durchzuführen bzw. zu begleiten. Die Entscheidung, ob eine ambulante Versorgung durchgeführt wird, liegt letztlich beim behandelnden Arzt und ist stets abhängig vom individuellen Krankheitsbild und dem allgemeinen Gesundheitszustand des Patienten.

Der größte Vorteil einer ambulanten Infusionstherapie ist, dass Sie nach einer eventuell anfänglichen Behandlung im Krankenhaus wieder in Ihre gewohnte häusliche Umgebung zurückkehren und dort Ihre Infusionstherapie fortsetzen können. Längere Krankenhausaufenthalte oder ständige Krankenhausbesuche können Ihnen dadurch erspart bleiben.

Die ambulante Infusionstherapie erfolgt auch zu Hause nach ärztlicher Vorgabe und wird durch uns als Pflegedienst durchgeführt und überwacht.

Schmerztherapie

Ein anerkanntes Schema zur Behandlung von Schmerzen ist das der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Der Einsatz und die Verabreichung von Schmerzmedikamenten folgen stets einem festen Plan und sind u. a. abhängig davon, ob akute oder chronische Schmerzen bekämpft werden müssen.

  1. Schmerztherapie bei akuten Schmerzen: Bei akuten Schmerzen kommt es auf einen raschen Wirkbeginn an, der aber nur kurz anhält. Zumeist wird hier auch nur ein Medikament über einen kurzen Zeitraum (Stunden, Tage) gegeben.
  2. Schmerztherapie bei chronischen Schmerzen: Bei chronischen Schmerzen erfolgt oft eine Gabe mehrerer Medikamente, die in regelmäßigen Abständen (über Wochen und sogar Jahre) gegeben werden. Sie wirken eher langsam und haben eine entsprechend lange Wirkungsdauer.

Der WHO-Stufenplan ist eine medikamentöse Schmerztherapie in drei Stufen: Sie beginnt mit Nicht-Opioiden, geht über schwach wirkende Opioide bis hin zu stark wirksamen Opioiden (z. B. Morphin).

Die Gabe von Arzneien ist zwar ein wichtiger aber nur kleiner Teil der Behandlungspflege.

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