Palliativpflege

Lebensqualität am Ende des Lebens

Das besondere Versorgungskonzept der Palliativpflege begleitet sterbenskranke Menschen am Ende ihres Lebens und verbessert ihre Lebensqualität. Viele sehr schwer kranke Patienten haben Angst vor Schmerzen und möchten nicht leiden. Eine angemessene Schmerzversorgung durch Palliativmedizin und Palliativpflege ermöglicht sterbenden Menschen und chronisch schwerkranken Patienten mit fortschreitenden degenerativen Krankheiten und begrenzter Lebenserwartung ein würdevolles Leben mit mehr Lebensqualität.

Wenn sie die Wahl hätten, würden die meisten älteren Menschen am liebsten zuhause sterben. Die Realität aber sieht anders aus. Schätzungsweise die Hälfte aller Menschen stirbt im Krankenhaus, jeder Fünfte im Pflegeheim. In den vergangenen Jahren wird der Wunsch des Menschen immer ausgeprägter, umfassend betreut und begleitet die letzten Wochen ihres Lebens zuhause in ihrer gewohnten Umgebung zu verbringen. In unseren Augen ein absolut nachvollziehbarer Wunsch.

Was genau kann man von der Palliativpflege erwarten?

Palliativpflege ist eine umfassende Pflege, die bei Patienten angewandt wird, bei denen kaum oder keine Aussicht auf Heilungbesteht. Daher wird die Palliativpflege auch als Gegensatz zur kurativen Pflege, die auf Heilung der Patienten ausgerichtet ist, verstanden. Der Begriff „Palliativ“ stammt aus dem Lateinischen und bezieht sich auf Pallium, was so viel wie mantelartiger Überwurf heißt. Die Palliativpflege soll den Patienten also wie einen Mantel umhüllen, wärmen und schützen.

Bei dieser Pflegeleistung handelt es sich um eine Rundum-Pflege von Patienten, bei denen die kurative Behandlung nicht mehr ausreicht bzw. die Patienten auf diese Art der Behandlung nicht mehr ansprechen. Die Palliativversorgung kann für ältere Menschen hilfreich sein und auch bei Krankheiten wie beispielsweise Krebs können Teilbereiche der Palliativpflege helfen, dem Patienten das Leben zu erleichtern.

Diese spezielle Pflege ist nicht nur auf die medizinische Versorgung ausgerichtet. Bei einer Palliativversorgung wird der Patient sowohl im psychologischen als auch im medizinischen Bereich betreut. So sorgen die Pflegekräfte dafür, dass Schmerzen kontrolliert bzw. ausgeschaltet werden und stehen als Ansprechpartner bei psychologischen oder sozialen Problemen zur Seite. Das Ziel der Pflege ist es, für den Patienten und auch für seine Angehörigen ein Höchstmaß an Lebensqualität zu erreichen.

Gerade dann, wenn die voraussichtliche Lebenszeit nur noch eine kurze Spanne beträgt, benötigen Patienten wie auch Angehörige meist seelischen Beistand. Mit geschultem Pflegepersonal über die Ängste sprechen zu können, ist oftmals eine große Erleichterung für den Patienten, der die Angehörigen nicht mit seinen Gedanken „belasten“ möchte. Auch die Angehörigen können ihre Sorgen mit einem nicht unmittelbar betroffenen Menschen teilen, der ihnen in dieser emotionalen Ausnahmesituation zur Seite steht.

Die Palliativpflege ist ein umfangreiches und sehr individuelles Thema. Um hier die richtigen Entscheidungen zu treffen, beraten wir Sie gerne.

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